Architekt Dipl.-Ing. Guido Kammerichs Düsseldorf Wettbewerbe I
   
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Wettbewerb -
Geschäftshaus am Ernst-Reuter-Platz in Monheim am Rhein

Ziel des Entwurfs ist es, ein eigenständiges Gebäude zu schaffen, welches sich in die vorhandene städtebauliche Struktur fügt und möglichst große Öffnungen zum Ernst-Reuter-Platz bietet.

Städtebauliches Konzept
Das neue Geschäftshaus setzt mit einem Bauriegel die Bebauung an der Weddinger Straße geradlinig fort. In der Höhe staffelt sich dieser Riegel von den vorhandenen drei auf fünf Geschosse und vermittelt so zwischen dem Wohnhochhaus und den anschließenden drei- und viergeschossigen Gebäuden (Weddinger Str. – Brandenburger Allee). An der Brandenburger Allee findet dieser Riegel einen Abschluss in einer markanten Gebäudeecke, die sich in den Straßenraum vorschiebt. Sie wird zum städtebaulichen Merkzeichen für das geplante Marktfoyer.
Ein zweiter, „schwebender“ Baukörper, parallel zur Brandenburger Allee, definiert an dieser Stelle sowohl den Straßenraum (Allee) als auch einen räumlichen Abschluss für den Ernst-Reuter-Platz. Das nicht bebaute 1. Obergeschoss gibt den Blick Richtung Ernst-Reuter-Platz frei und ermöglicht es, eine einladende Eingangssituation für die geplanten öffentlichen Nutzungen zu schaffen.
Der Sockel, auf dem die beiden beschriebenen Baukörper stehen, definiert eine neue Raumkante für den Platz und für seine Zugänge (Rampentreppe und Passage). Durch Ausnutzung der leichten Hanglage wird die Fläche auf diesem Sockel an die Brandenburger Allee angebunden und als erweiterte öffentliche Platzfläche verstanden.

 

Freiraumkonzept
Der Neubau nutzt die vorhandene Topographie, um verschiedene Platzebenen
miteinander zu verbinden.

Von der Brandenburger Allee öffnet sich eine breite, geschwungene
Rampentreppe, die zum Ernst-Reuter-Platz führt. Gleichzeitig bindet dieser Weg die Platzfläche vor dem Hochhaus an. Auf der einen Seite (Hochhaus) wird dieser Platzzugang von kleinkronigen Bäumen, auf der anderen Seite von einer geschwungenen „Leitwand“ flankiert. Sie wird durch eine linienförmige Licht- Installation inszeniert. Das freistehende Endstück dieser Wandscheibe gibt mit einer großen Öffnung den Weg zum Durchgang Richtung Weddinger Straße frei und endet schließlich in einem Brunnen auf dem Platz.

Eine einladende Freitreppe und eine flachgeneigte Rampe erschließen eine großzügige Caféterrasse. Von hier hat der Besucher einen weiten Blick, sowohl auf den Ernst-Reuter-Platz als auch auf die Brandenburger Allee mit dem geplanten Marktfoyer. Über eine weitere Treppe gelangt man hinab auf den Platz.
Die Caféterrasse ist eine öffentliche Fläche und dient auch der Erschließung der städtischen Einrichtungen. Neben der gastronomischen Nutzung bietet dieser Platz z. B. die Möglichkeit, eine Freilichtbühne und eine Boulebahn zu betreiben.

Ein sich trichterförmig öffnender Durchgang ermöglicht eine attraktive Verbindung zwischen Ernst-Reuter-Platz und Weddinger Straße. Eine Seite der Passage ist die gläserne Fassade des Verbrauchermarktes.
Die vorhandene Trafostation wird als frei in der Passage stehendes Objekt akzeptiert und durch Farbe und Licht inszeniert.

 

Nutzungskonzept
Kellergeschoss
Im Kellergeschoss befinden sich Stellplätze und Kellerräume. Einige der Parkmöglichkeiten sind für die Besucher des Verbrauchermarktes oder der Praxen gedacht.

Erdgeschoss
In dieser Ebene, auf Höhe des Ernst-Reuter Platzes, ist ein Verbrauchermarkt
mit allen notwendigen Nebenräumen vorgesehen. Die Anlieferung erfolgt über
die Weddinger Straße. Eine über 700 m² große Verkaufsfläche auf Platzebene
stellt eine gute Angebotsergänzung zu den am Platz vorhandenen kleineren Läden dar. Der Eingang liegt in der Blickachse des fußläufigen Verkehrsstroms.

1. Obergeschoss
Hier befinden sich alle öffentlichen Flächen, wie Stadtteilcafé, Veranstaltungsraum, Beratungsstelle und Stadtteilmanagement. Die geplanten Flächen sind zukunftsorientiert geplant, d.h. mit einer gewissen Reserve . Die einzelnen Bereiche können separat betrieben, eventuell auch temporär vermietet werden.

Es ist beispielsweise möglich, den Veranstaltungssaal in Verbindung mit dem Café für große Familienfeste zur Verfügung zu stellen. Ebenso eignet er sich als Ausstellungsraum mit Außenwirkung.
Erschlossen werden diese Räumlichkeiten primär über die öffentlichen Ebene Caféterrasse - zusätzlich über die Eingänge an der Weddinger Straße. Die vielfältige Nutzbarkeit der Terrasse ermöglicht eine lebhafte Beziehung zwischen „innen“ und „außen“.

2.-4. Obergeschoss
Loftartige Wohnungen und Büros oder Praxen sind in den Obergeschossen vorgesehen. Dem Bedarf an großen Wohnungen wird hier entsprochen.
Die Baustruktur ermöglicht es, sehr flexibel auf den Bedarf zu reagieren.
In allen Fällen können die Wohnflächen auch problemlos zu Büros oder Praxen umgewandelt werden.

 

Material- und Farbkonzept
Der Gebäudesockel soll material- und höhenmäßige Bezüge zur vorhandenen Gebäude- und Platzgestaltung aufnehmen, diese aber in eigenständiger Architektursprache formulieren. Hierfür vorgesehen sind eingefärbte, ggf. strukturierte Sichtbetonoberflächen. Farblich werden diese Oberflächen auf die vorhandenen Platzbeläge abgestimmt.
Dies gilt auch für die neu zu errichtenden Wegerampen und Terrassenflächen. Hier sollen kleinformatige Betonsteinpflaster in Kombination mit Naturstein, auf der Café-Terrasse eher Plattenmaterial in Kombination mit Kleinpflaster verlegt werden.

Die aufstehenden Gebäudeteile nehmen die Farbigkeit der vorhandenen dreigeschossigen Platzrandbebauung auf. Hier soll eine helle Putzfassade mit gliedernden Fugenteilungen, alternativ weißer Sichtbeton zur Anwendung kommen. Die Kopfseite des Gebäuderiegels und das eingerückte 4. OG wird mit vorpatiniertem grünen Kupferblech verkleidet. Die Fensteranlagen in EG. und 1.OG. sind als alufarbige Metallkonstruktion vorgesehen. Die bodentiefen Fenster und ggf. Sonnenschutzläden der Obergeschosse sind naturholzsichtig, die Metallgeländer erhalten einen Eisenglimmerfarbton.

Die nicht als Dachterrasse genutzten Flachdachbereiche erhalten eine extensive Begrünung. Der Blick von oben, aus dem Wohnhochhaus, fällt so nicht nur auf eine attraktive Caféterrasse, sondern auch auf die grünen Dachflächen des Neubaus.

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Exposé der Stadt Monheim

 
           
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